Arbeitsgemeinschaft Kastellaun

Deutsche Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz e.V.

Frau Karin Geis
Tel: 06762-1669

E-mail

Sprechzeiten

weiterer Kontakt: Michaela Etges, Tel. 06545-8701

Angebote

Funktionstraining (Trocken- und Wassergymnastik)

Erfahrungsaustausch

Vorträge

Kurse (Qi-Gong, Entspannung, Yoga)

Ausflüge

Feiern

Alters- und diagnosespezifische/r Gesprächskreis/e

Gesprächskreis Fibromyalgie, jeden zweiten Mittwoch im Monat um 16.00 Uhr im “Hotel Katz” in Halsenbach-Ehr, Kontakt: Petra Rusch,  Tel. 06747-4969812, mobil 0157-58239587, E-Mail.

Alle Betroffenen sind eingeladen, die Teilnahme ist kostenfrei.

 

 

Weitere Informationen

Am 10. Dezember 2019 besuchten viele Mitglieder der öAG Kastellaun den Weihnachtsmarkt in St. Wendel/Saarland.

Bei kalter, aber trockener Witterung konnten die 69 Teilnehmer gemütlich über den Marktplatz schlendern.

Bei vielen standen jedoch nicht weihnachtliche Einkäufe, sondern gutes Essen und Trinken im Vordergrund, denn die Vielfalt an kulinarischen Genüssen war groß. Weitere besondere Köstlichkeiten gab es auf dem mittelalterlichen Markt zu entdecken, der sich nicht weit vom Marktplatz befand.

Die 69 Teilnehmer waren begeistert über diesen schönen Tag. Ein großes Lob und Dankeschön gilt Organisatorin Karin Geis.

Foto: © privat

Im Oktober 2019 hatte der Gesprächskreis Fibromyalgie der öAG Kastellaun zum Vortrag einer Betroffenen für Betroffene eingeladen.

Petra Rusch vom Gesprächskreis (li.) mit Referentin Erika Wiegand – Foto: © privat

Die Referentin, Erika Wiegand aus Cochem/Mosel, sprach vor ca. 20 interessierten Zuhörerinnen über die Symptome, Auswirkungen sowie Therapiemöglichkeiten und gab zwischendurch immer wieder Einblicke in ihren persönlichen Umgang mit der Muskel-Faser-Schmerz-Krankheit.

Diese geht einher mit Symptomen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Reizmagen, Reizdarm und -blase, Depressionen und vielen anderen. Die Leistungsfähigkeit ist herabgesetzt.

Leider ist die Krankheit nicht heilbar. Man muss sich mit ihr arrangieren und Erwartungen zurückschrauben. Betroffene müssen oft erst lernen, nein zu sagen, wenn etwas zu viel wird. Nicht, weil man nicht will, sondern weil man nicht kann. Für das Umfeld ist das oft schwer zu verstehen.

Oft dauert es lange, bis die Diagnose feststeht. Denn erst, wenn alle anderen Krankheiten ausgeschlossen werden können, ist es Fibromyalgie. Die bekannten Druckpunkte alleine entscheiden heutzutage nicht mehr über die Diagnose.

Eine kuriose Erscheinung ist der Fibro-Nebel (engl.: Fibro-Fog). Dieser kann plötzlich auftreten und zeigt sich als Konzentrationsschwäche, mit Hör- und Sehstörungen, Schwindel und Wahrnehmungs-störungen, Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche, Gerüche. Man stößt sich, läuft gegen Möbel, lässt etwas fallen aus unerklärlichen Gründen. Vergesslichkeit gehört dazu, manche Patienten verlaufen sich deswegen.

Nicht förderlich ist Stress, egal ob positiver oder negativer Art. Zuviel oder zu wenig Bewegung ist ebenfalls stressig für den Körper und verstärkt die Schmerzen. Also heißt es für Erkrankte: Moderate Bewegung und Entspannung sind die Mittel der Wahl.

Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Allergien und Unverträglichkeiten, weil sie hochsensibel auf ihre Umwelt reagieren. Dies kann auch Medikamente betreffen, die nicht vertragen werden.

Eine große Gefahr stellt die soziale Isolation von Betroffenen dar: Familie, Freunde, Kollegen und Arbeitgeber haben oft wenig Verständnis, wenn die Leistungsfähigkeit sinkt und an “schlechten” Tagen nicht viel geht. In der Folge ziehen sich die Patienten oft zurück und geraten in eine Abwärts-spirale. Ihnen sei gesagt: Rechenschaft ablegen ist nicht nötig! Auf seinen Körper hören, das Leben wieder mit mehr Muße genießen, Krafträuber meiden, das sind Tipps der erfahrenen Referentin.

Hochdosierte Schmerzmittel sind auf Dauer nicht zu empfehlen wegen der schweren Nebenwirkungen. Alternativen sind Morphinpflaster oder Cannabistropfen. Manch einem hilft auch eine Psychotherapie, um die Krankheit besser zu bewältigen. Sich gut über die Krankheit zu informieren ist wichtig, aber zu viel Beschäftigung damit führt wieder zu Stress und somit zu mehr Schmerzen.

Eine sehr hilfreiche Einrichtung sind Selbsthilfegruppen

Hier kann man sich austauschen, wird ermutigt und erfährt, was anderen hilft. Auch Erika Wiegand sagt: “Niemand versteht mich so gut wie ein anderer Fibro.” Nicht zuletzt sollte eine Selbsthilfegruppe ein Ort sein, wo auch gelacht wird, denn Lachen ist die beste Therapie!

Diesen Bericht über die Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die IKK Südwest


Die öAG Kastellaun konnte im Dezember 2018 ihr 300. Mitglied, Frau Andrea Schmidt aus Spay, begrüßen. Frau Schmidt nimmt in der physiotherapeutischen Praxis Zissel in Boppard an der Wassergymnastik teil. Herzlichen Glückwunsch zur Mitgliedschaft!

© Physiotherapeutische Praxis Zissel in Boppard -v. l. n. r.: Therapeutin Ute Kondritz, Andrea Schmidt, Vorsitzende Karin Geis, Praxisinhaberin Inge Zissel

© Physiotherapeutische Praxis Zissel in Boppard v. l. n. r.: Therapeutin Ute Kondritz, Andrea Schmidt, Vorsitzende Karin Geis, Praxisinhaberin Inge Zissel

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Vorstand der öAG Kastellaun

Vorstand der öAG Kastellaun