24.05.2019

Neue Bedarfsplanung für Kassenärzte. Rheuma-Liga begrüßt die neuen Zulassungen bei den Rheumatologen

In der vergangenen Woche wurde im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine umfassende Änderung der Bedarfsplanung verabschiedet. Die Bedarfsplanung legt fest, wie viele Ärzte in einer Region arbeiten können. Diese Änderung der Bedarfsplanung hat auch positive Auswirkungen für Menschen mit Rheuma. „Bundesweit werden fast 100 neue Zulassungen von Rheumatologen in den bisher besonders schlecht versorgten Planungsbezirken möglich“, erklärte Ursula Faubel, Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma- Liga und Sprecherin der Patientenvertretung im Unterausschuss Bedarfsplanung des G-BA. „Auch in Rheinland-Pfalz erwarten wir eine bessere Versorgung für rheumakranke Menschen, vor allem im Westerwald“ ergänzte Margit Schmalhofer, Geschäftsführerin des Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Deutsche Rheuma-Liga kämpft gegen Rheumatologen-Mangel

Seit vielen Jahren kämpft die Deutsche Rheuma-Liga gegen den eklatanten Rheumatologen- Mangel in Deutschland. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie fehlen in Deutschland allein in der ambulanten Versorgung fast 600 zusätzliche internistische Rheumatologen. „Wir bewerten die Veränderung der Bedarfsplanungsrichtlinie als ersten Schritt zur Verbesserung der Versorgung für Rheuma-Betroffene. Jetzt gilt es durch Veränderungen in der universitären Ausbildung von Medizinstudenten und der Weiterbildung von Ärzten im Bereich Rheumatologie dafür zu sorgen, dass die offenen Stellen auch besetzt werden können“, stellte Faubel fest.

Barrierefreiheit muss jetzt nachgewiesen werden

Als weiteren Erfolg wertet die Rheuma-Liga, dass in den Bedarfsplänen der Kassenärztlichen Vereinigungen künftig auch der barrierefreie Zugang zu Arztpraxen eine größere Rolle spielen wird. „Künftig muss in den Bedarfsplänen transparent anhand bestimmter Kriterien abgebildet werden, wie sich die Barrierefreiheit von Arztpraxen in den Einzugsgebieten der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung darstellt. Dies ist aus unserer Sicht Voraussetzung dafür, dass gezielte Maßnahmen für die Verbesserung der Barrierefreiheit geplant werden können“, erläuterte Faubel.


Über die Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Der Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. der Deutschen Rheuma-Liga besteht seit 1975. Knapp 17.000 Mitglieder haben sich in derzeit 65 örtlichen Arbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen, um gemeinsam besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Zahlreiche rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch, sie sind nicht heilbar. Die Betroffenen leiden häufig unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Dieser Verlust an Lebensqualität kann auch durch eine optimale medizinische Betreuung nicht völlig aufgefangen werden. Umso wichtiger ist deshalb eine funktionierende Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft, in der Betroffene, Ärzte und andere Fachkräfte mitwirken.

Hintergrundinformationen

www.rheuma-liga-rlp.de
www.rheuma-liga.de/interessenvertretung
https://patientenvertretung.g-ba.de/neuigkeiten/bedarfsplanung-der-kassenarzte-verbessert/

Pressekontakt

Annette Schiffer, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., Tel. 0228-76606-11, E-Mail: schiffer@rheuma-liga.de
Margit Schmalhofer, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. der Deutschen Rheuma-Liga, Tel. 0179-6911655, E-Mail: schmalhofer@rheuma-liga-rlp.de