Gesprächskreise Fibromyalgie

Der Landesverband Rheinland-Pfalz unterstützt die Bildung von Fibromyalgie-Gesprächskreisen in den örtlichen Arbeitsgemeinschaften. Die Gesprächskreise bieten Betroffenen die Möglichkeit, sich über persönliche Erfahrungen mit dieser Krankheit auszutauschen und fördern die Eigeninitiative.

Derzeit gibt es 17 Fibromyalgie Gesprächskreise im Netzwerk Fibromyalgie und wir würden gerne weiter wachsen. Es gibt mehr und mehr Betroffene mit dem Fibromyalgie-Syndrom (FMS), die sich oft alleine gelassen und verzweifelt fühlen.

Um ihnen zu helfen und ihre Fragen zu beantworten, sind die Gesprächskreise eine wichtige Institution geworden. Es wurde beschlossen, dass Gesprächskreisleiter aus den angrenzenden Gebieten für neue Gesprächskreise eine Patenschaft übernehmen, um sie bei der Gründung zu unterstützen und zu beraten. Aber auch Patenschaften zwischen den schon bestehenden Gesprächskreisen sind gewünscht.

Falls Sie Interesse daran haben, einen Gesprächskreis Fibromyalgie ins Leben zu rufen, melden Sie sich bei Christiane Solbach unter Tel. 06131-240772 oder E-Mail.

Wir freuen uns über Zuwachs!

Netzwerk Fibromyalgie und Ansprechpartner/innen in den örtlichen Arbeitsgemeinschaften

Eine Übersicht der Ansprechpartner/innen vor Ort finden Sie hier.

Nähere Informationen zu Fibromyalgie-Gesprächskreisen erhalten Sie auch bei der Landesgeschäfts- und Beratungsstelle, Tel. 0671-83404-50.

Den Flyer mit Informationen über das “Netzwerk Fibromyalgie” können Sie hier einsehen und herunterladen.

Das Fibromyalgie-Syndrom äußert sich mit Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, insbesondere im Nacken und Rücken, in den Schultern, im Bereich des vorderen Brustkorbs, der Arme, an den Hüften, im Bereich der Kniegelenke und in der Umgebung der Sprunggelenke. Der Arzt kann in bestimmten Körperbereichen eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit auf Druck feststellen, die sogenannten Druckschmerzpunkte.

Viele Betroffene haben noch weitere Beschwerden. Sie neigen zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Atembeschwerden, Schwellungs- und Taubheitsgefühl in den Armen und Beinen, zu kalten Händen und Füßen und anderen Störungen des Befindens, die Ärzte als vegetative Symptome bezeichnen. Die meisten können schlecht einschlafen oder wachen oft in der Nacht auf und fühlen sich am Morgen nicht ausgeruht und zerschlagen. Häufig liegt dann ein ausgeprägtes Steifigkeitsgefühl, insbesondere im Rücken, vor. Viele fühlen sich müde und abgeschlagen oder leiden unter Depressionen und Ängsten.

Die Beschwerden des Fibromyalgie-Syndroms können gelindert werden. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Therapiemöglichkeiten, die je nach individuellem Krankheitsbild angeboten werden. Sinnvoll ist, herauszufinden, was die Beschwerden lindert, oder auch, was sie verstärkt.

Ein sanftes Bewegungsprogramm, bei dem man sich weder über- noch unterfordert, kann maßgeblich zur Besserung der Symptome beitragen. Das Funktionstraining der Deutschen Rheuma-Liga ist da äußerst hilfreich und bietet neben der Bewegung auch noch die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Schließlich ist es wichtig, Entspannungsmethoden einzuüben, mit denen man Einfluss auf seine Schmerzen und andere Beschwerden (Schlaf, Nervosität, Belastungsgefühle) nehmen kann. Wer öfters unter depressiven Verstimmungen oder Ängsten leidet, für den kann ein kompetenter Gesprächspartner/Psychotherapeut hilfreich sein. Von der eigenen Initiative des Patienten und seiner Ausdauer in der Fortführung der Fitness-, Gymnastik- und Entspannungsübungen zu Hause wird die Besserung seiner Beschwerden wesentlich abhängen.

Zahlreiche Menschen sind zur Gruppe der Fibromyalgie-Betroffenen zu rechnen. Viele von ihnen suchen nach Gemeinschaft, richtiger Betreuung und der Möglichkeit der Aussprache. Ein örtlicher Fibromyalgie-Gesprächskreis, der sich in regelmäßigen Abständen trifft, kann dazu beitragen, die alltäglichen Sorgen, Probleme und Erfahrungen gemeinschaftlich zu teilen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.