Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen

Um rheumakranke Menschen mit kompetenter Beratung und Betreuung unterstützen zu können, ist die Deutsche Rheuma-Liga auf den steten Einsatz ehrenamtlicher Helfer “vor Ort” angewiesen. Die Zahl dieser Helfer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen: Waren es Ende 1988 noch 314 ehrenamtlich Tätige, so sind es heute mehr als 500 im Landesverband Rheinland-Pfalz.

Die Mitarbeiter/innen in der Landesgeschäfts- und Beratungsstelle sind hauptberuflich tätig. Im Verbund mit den ehrenamtlichen Helfern in den örtlichen Arbeitsgemeinschaften ermöglichen sie rheumakranken Menschen kompetente Unterstützung.

Der Landesverband Rheinland-Pfalz unterstützt die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer für das Bestehen der Rheuma-Liga so wichtigen Arbeit mit regelmäßigen Kontaktgesprächen und Seminaren. Dabei geht es nicht nur um fachliche Fortbildung, sondern auch um die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit sowie die persönliche Befindlichkeit als Betroffene. Andere Seminare dienen dazu, die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen ehrenamtlicher Beratung in den örtlichen Arbeitsgemeinschaften im Gespräch zu erfahren.

Dabei wird der Stellenwert der Beratung in den örtlichen Arbeitsgemeinschaften immer wieder deutlich. In Fragen der ehrenamtlichen Beratung der Mitglieder gibt es vor Ort Informations- und Klärungsbedarf. Von den Beratern wie auch den Hilfesuchenden werden psychosoziale Hilfen zur Schmerzbewältigung oder die Bewältigung des Alltags als zentrale Aufgaben angesehen.

Wer beraten will, muss sich in denjenigen, den er berät, hineinversetzen und sein Anliegen so genau wie möglich erkennen können. Es ist nicht immer leicht, genau hinzusehen und ohne wertende Vor-Urteile zu beschreiben. Manchmal möchte man auch schnell helfen und übersieht so andere Äußerungen des Ratsuchenden.

Deutlich werden aber auch die Grenzen ehrenamtlicher Beratung (beispielsweise im Falle von Medikamentenmissbrauch oder bei Problemen in der Partnerschaft) und nicht zuletzt, dass das bewusste Setzen von Grenzen ein notwendiger Selbstschutz für ehrenamtliche Berater/innen ist. Wichtig ist es, das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz dem Ratsuchenden gegenüber zu finden.